Am 21. und 22. September 2026 fand auf dem Campus der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) der diesjährige „Prevention of eoCRC 2026“-Kongress statt. Rund 55 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich über aktuelle Forschung zur Prävention von frühauftretendem Darmkrebs (Early-Onset Colorectal Cancer, eoCRC) auszutauschen und die Zusammenarbeit zwischen den vier großen Forschungsverbünden zu stärken. Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Koordinierungsprojekt HARMONIZE im Rahmen des OUTLIVE-CRC-Konsortiums.
Zu den beteiligten Verbünden gehörten das OUTLIVE-CRC-Konsortium mit Forschenden der Universität zu Lübeck, des UKSH in Lübeck und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg; das Mi-EOCRC-Konsortium mit Forschenden der Universitäten Rostock und Aachen, des UKSH in Kiel, des Universitätsklinikums Greifswald, des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg und der Technischen Universität München (TUM); der PEARL-Verbund am DKFZ in Heidelberg sowie der PerMiCCion-Verbund mit Forschenden des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) in Jena, der Universität Bonn und den Universitätskliniken in Münster, Freiburg und Göttingen.
Im Mittelpunkt des zweitägigen Kongresses standen wissenschaftliche Vorträge, intensive Diskussionen und der persönliche Austausch zwischen den beteiligten Forschungsverbünden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der aktiven Einbindung der Patientenvertretung. Die Patientenvertreterinnen und -vertreter brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen in die Diskussionen ein und setzten damit wichtige Impulse für eine patientenorientierte Forschung. In gemeinsamen Workshops wurden zudem neue Ansätze für verbundübergreifende Forschungsprojekte sowie Möglichkeiten der Wissenschaftskommunikation und der Patientenpartizipation diskutiert. Ziel war es, neue Ideen zu entwickeln, Synergien zwischen den Verbünden zu nutzen und die Perspektiven von Betroffenen noch stärker in die Forschung einzubeziehen. Ergänzend zum Kongress fand eine Summer School für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler statt. Sie lernten, ihre Forschung mithilfe von Wissenschaftskommunikation verständlich und zielgruppengerecht zu vermitteln. Unter dem Motto „Junge Forschende gegen frühauftretenden Darmkrebs“ entwickelten sie eigene Printkonzepte, um ihre Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und das Bewusstsein für frühauftretenden Darmkrebs in der Gesellschaft zu stärken.
Als erstes gemeinsames Präsenztreffen in der zweiten Förderphase bot der Kongress eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit zu setzen. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr, wie wichtig die enge Vernetzung von Wissenschaft und Patientenvertretung ist, um die Prävention von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen gemeinsam voranzubringen.

